Total Cost of Agentic Ownership
Warum 68 Prozent der Piloten den Sprung in den Betrieb nicht schaffen
Die Kostenverschiebung
In der Kalkulation der untersuchten Vorhaben entfielen im Median 9 Prozent der Gesamtkosten auf Modellnutzung. Der größte Einzelposten mit 41 Prozent war die Anbindung an Fachsysteme einschließlich der Klärung, welche Rechte der Agent in welchem Kontext haben darf. Dieser Posten wurde in der Planung regelmäßig unterschätzt, in 71 Prozent der Fälle um mehr als die Hälfte.
Ein zweiter, in der Planung fast nie enthaltener Posten sind Betriebsnachweise: Protokollierung, Nachvollziehbarkeit einzelner Handlungen, Wiederherstellbarkeit nach Fehlentscheidungen. Er machte im Median 16 Prozent aus.
Die drei Abbruchmuster
Erstens der Berechtigungsstau: Der Pilot lief mit weitreichenden technischen Rechten, die produktiv nicht vergeben werden. Die nachträgliche Verengung entwertet den demonstrierten Nutzen.
Zweitens die Nachweislücke: Der Nutzen ist offensichtlich, aber nicht prüfbar. Es fehlt die Fähigkeit, im Einzelfall zu belegen, warum der Agent so gehandelt hat. Vorhaben in regulierten Bereichen scheitern überwiegend hier.
Drittens der Zuständigkeitsbruch: Der Pilot gehörte einer Innovationseinheit, der Betrieb müsste in der Linie stattfinden, und die Linie hat kein Budget und keinen Auftrag übernommen.
Empfehlung an die Geschäftsleitung
Die Autoren empfehlen, Piloten von Beginn an mit den Rechten zu betreiben, die produktiv realistisch sind, auch wenn das den demonstrierbaren Nutzen reduziert. Ein Pilot, der unter Produktionsbedingungen einen kleineren Nutzen zeigt, ist informativer als einer, der unter Laborbedingungen einen großen zeigt.